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So etzetle…
We are officially signed!!
BUG Music – eine Traditionsverlag mit Hauptsitz in Los Angeles und verschiedenen Dependancen in New York, Nashville, Atlanta, London und München haben die “Edition Instrumens” gesignt!
Das Sublabel “Edition Instrumens” ist ein Zusammenschluss von Produzenten und Songwriter, der wir seit einiger Zeit angehören.
JUHU!!
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Hey liebe Freunde der Neugier,
also ich hab euch fälschlicherweise etwas verfrüht über ein Signing informiert.
Vergesst es wieder!!
Warner Chappell ist nicht unser Musikverlag.
Ist grundsätzlich gar nicht schlimm, denn auch andere Mütter haben schöne Töchter…
Das nur mal so, damit keine Falschinformationen von mir verbreitet werden!
So long…
…ach…und bald gibt es wieder mehr News!
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Vielleicht ist das hier die falsche Plattform für meine gesellschaftspolitischen Überlegungen, aber irgendwie verspüre ich als “nei g’schmeckter” Schwabe eine gewisse Pflicht zur Empörung – dem Zeitgeist entsprechend.
Im Moment liege ich wegen einer Lungenentzündung flach und hab ‘ne Menge Zeit über die Stimmung der Gesellschaft zu sinnieren.
Als Stuttgarter komm ich nicht drum herum: Stuttgart 21.
Es gibt wohl einen direkten Zusammenhang zwischen der aktuellen Platzierung des VfB Stuttgarts und den Sympathie-Werten der herrschenden Landesregierung. Offensichtlich wollen auch beide Institutionen immer tiefer hinab.
Wobei der Traditionsverein sich mit einwandfreiem Galgenhumor aus dem Tabellenkeller befreien will – der neue Trainer heißt Jens Keller – versuchen die hässliche Landesregierung und ihre dicke Schwägerin, die Deutsche Bahn, das “Problem” einfach auszusitzen…
Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit, Verbesserung der Infrastruktur, leistungfähigerer Bahnknoten, kürzere Fahrtzeiten..
Die Bahn bemüht sich nicht gerade um stichfeste Argumente sondern ejakuliert impressionistische Termini mit ausgesprochen viel Platz für Interpretation.
‘Sch doch lächerlich!
Innovationskraft?
Wie wird die gemessen? In Newtonmeter? In PS? In Bahnstreckenmeter?
Und wie viel Innovationskraft weniger hat Stuttgart denn heute ohne S21 und wie viel danach?
Verbesserung der Infrastruktur?
Also ich weiß nicht wo “Verbesserung der Infrastruktur” bei der Bahn anfängt, aber es sollte definitiv bei “geographischen Möglichkeiten” aufhören. Stuttgart lässt sich nicht beliebig erweitern oder umbauen. Wir leben in einem Kessel. Jede verkehrsstrukturelle Maßnahme zieht eine Menge Kosten mit sich. Und nützt höchstens Besuchern, aber nicht Bewohnern etwas!
Von Kopfbahnhof zu Durchgangsbahnhof? Ein Zitat von Gerhard Pfeifer vom BUND Stuttgart:
“Beim Kopfbahnhof warten Züge auf Menschen – beim Durchgangsbahnhof warten Menschen auf Züge”
Fun Fact: Stuttgart ist aktuell der pünktlichste Großbahnhof Deutschlands!!!
Eine echte Verbesserung für die Infrastruktur wären vielleicht längere Gesamtfahrzeiten der Stadtstrecken bis nachts um 3 Uhr! An einem lustigen Abend in der Innenstadt muss ich mich nämlich wie Aschenputtel zum Mitternachtsläuten verabschieden… Andernfalls bin ich gezwungen eine 90 minütige Fahrt in einem stinkendem Nachtbus anzutreten. Kein Spaß.
(Über Taxi rede ich erst gar nicht – Schwaben sparen.)
kürzere Fahrtzeiten?
Da ja jeder mündige Baden-Württemberger täglich bis zu 8 mal in die MEGACITY ULM fahren muss, sollten man sich wirklich überlegen, ob Stuttgart 21 für 10 Milliarden Euro nicht doch eine sinnvolle Investition wäre… Die pulsierende Weltstadt Ulm in 28 statt 54 Minuten erreichen? Trotz der 26 Minuten – eine völlige Zeitverschwendung!
Fun Fact: Die Fahrtzeitverkürzung hat nur etwas mit der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm zu tun, aber überhaupt nichts mit dem Umbau des Bahnhofs Stuttgart!!!
leistungsfähigerer Bahnknoten?
Ich hoffe dafür gibt es auch einen lateinischen Namen – dann klingt es bestimmt nicht ganz wie eine tödliche Krankheit!
Hm.. Ich weiß nicht ob ich mich einfach einer Protestbewegung anschließen sollte, aber die Beweislast ist erdrückend. S21 sieht nach Lobbyarbeit aus und schafft letztlich keine Vorteile für die Region Stuttgart. Selbst die angekündigten 10000 Arbeitsplätze gehen wohl in erster Linie an Fremdfirmen von außerhalb und deren Mitarbeiter und nicht an regionale Firmen und Bewohner. Außerdem sollte man sich mal über die nachträglichen Kostenbelastungen Gedanken machen…. Die letzten bundesweiten Fahrpreiserhöhungen sind ganz offiziell mit dem erhöhten infrastrukturellen Aufwand gerechtfertigt worden – insbesondere mit dem letzten Mammutprojekt der dicken Schwägerin: der neue Berliner Bahnhof.
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Kaum habe ich mal etwas Bekanntes in den Mund bzw. in den Blog genommen, interessieren ich auch schon die Medien dafür:
Heute Abend ab 19 Uhr gibt es beim Radio DASDING ein Interview mit den Titans. Wir sprechen über Musikverlage, neue Projekte, alte Songs, die ehemalige Band The Titans und Pro7 POPSTARS…
Anhören!
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Dieser Filmtitel von 1984 beweist es: 2010 wird ein bedeutendes Jahr.
Vielleicht nicht für jeden von euch, aber für mich und Christian schon.
Wo soll ich anfangen?
Warner Chappell hat uns gesignt!
“gesignt” bedeutet dass wir beim Warner Chappell Musikverlag einen Exklusiv-Vertrag unterschrieben haben.
Das wirklich aufregende daran sind zwei Dinge:
1. Vorschuss!
2. Kontakte!
Ich werde jetzt den Teufel tun und euch die Höhe unseres Vorschusses verraten. Aber im Zuge der Branchenkrise könnt ihr sicher sein, dass wir in nächster Zeit keine Swagger-Villa bei MTV Cribs präsentieren werden.
(Und es lohnt sich auch nicht meinen kleinen Bruder zu kidnappen. Es sei denn du bist scharf auf’n Döner mit Schafskäse – zu viel mehr Lösegeld reicht’s nämlich nicht.)
Trotzdem resultieren aus so einer Geschäftsbeziehung natürlich ganz interessante Dinge und vielleicht auch lukrative Geschäfte. Kurz nach Verkündung der Vertragsbestätigung, kam auch schon die erste Anfrage. Und mit “kurz nach” meine ich wirklich sehr kurz.
Ungefähr 24 Stunden nach Vertragsankündigung, saßen Chris und ich in einem Peugeot 206 mit Panoramaglasdach auf der Fahrt nach Hamburg.
Destination: POPSTARS Songwriter-Camp 2010
Gute Aussichten.
Von Donnerstag bis Samstag ein einziger Trip in die Tiefe des Popmusikgeschäfts.
Gleich vorab – damit keine falschen Eindrücke entstehen: Die Leute dort waren alle nice. Ehrlich.
Geladen waren 7 gestandene Songwriter, Sänger/innen, Produzenten und eben wir. Wir arbeiteten im Studio von Alex Geringas (7 Mio verkaufte Platten) und alles ging sehr schnell:
Hello, mach mal hier den Beat, sing mal hier ne Line, nice to meet you, adde mich bei Facebook, hau die Songs raus, London, LA, ich hab für Kylie Minogue geschrieben, Miami, Dance is dead, or not? No, it isn’t!, mach ma noch nen anderen Chord…
Das hatte alles so eine Eigendynamik von einer Gruppe Sympathisanten kurz vor ‘nem Gangbang…
Danach wollte ich duschen und mir war schlecht.
Wir waren auf jeden Fall ziemlich überrumpelt und haben uns wirklich ein bisschen schwer getan:
Zuerst haben wir produziert um ganz cool zu sein,
dann haben wir cool einen ganzen Songs produziert,
und letztendlich haben wir einen ganz coolen Song produziert.
Aber ob wir jetzt beim POPSTARS Album dabei sind oder nicht, ist natürlich noch nicht entschieden und eigentlich auch nebensächlich. Wir haben mal wieder einen Riesenschritt gemacht und ob der in die richtige Richtung ging, ist erst mal egal.
Noch sind wir im olympischen Status des Newcomers:
Dabei sein ist Alles.
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Februar 2010 – Eigentlich beängstigend wie die Zeit vergeht.
1990 habe ich zum ersten Mal versucht Musik zu machen.
1997 dachte ich schon bereit zu sein für den Erfolg.
2002 bemerkte ich dass ich noch nicht mal auf dem richtigen Weg war.
2005 war ich mir dann aber sicher, dass es 2006 zum Durchbruch kommen würde…
Und 2010 ? Ich muss zugeben – nach 20 Jahren Musik im Dunkeln, ohne nennenswerte Erfolge/Veröffentlichungen, sieht man von außen wie ein Loser aus.
Das kann ich auch niemandem verübeln.
Allein die Frage - “Was machst du eigentlich beruflich?” – bringt mich jedes Mal in Erklärungsnot.
Nicht weil ich es nicht beschreiben könnte, sondern weil diese Art von Beruf sehr einfach von Außen nach Erfolg und Misserfolg bemessen werden kann.
Es gibt nach meiner Antwort scheinbar nur 4 mögliche Konversationen und Gesprächspartner:
1) Der Helfer
“…ach du bist Musikproduzent? Echt jetzt?
Was machst Du denn für Musik?
- Hm…Im Grunde genommen jegliche Form von urbaner Popmusik.
(zustimmendes Nicken bei gleichzeitiger Ahnunglosigkeit)
“Ja, und..äh…spielst du auch ein Instrument?”
– Ähm…Ja. Klavier, Gitarre, bisschen Percussions & Drums..
“Kennt man denn was von Dir?”
– Nein. Glaube ich nicht.
(ausdruckloses Gesicht)
“…Ist heutzutage bestimmt auch nicht leicht. Du, aber ich kenn da jemand… Der Frank, ein Freund von mir, arbeitet beim SWR. Vielleicht gibst du mir mal eine CD von Dir, hm?
Mal schauen was der machen kann!”
– Danke.
2) Der Vollamateur
“Produzent? So richtig oder was? Wie der Bohlen?”
(breites, abwertendes Grinsen)
– Ja, so wie der Bohlen – aber besser.
“Ne. mal im Ernst – So, richtig mit Studio und so?”
– Ja, so richtig mit Studio und so….
“Awa…. Mein Kumpel macht auch Musik. Kennste JX6?
- …..
Nicht?
Die war’n auch schon mit D-Kev und Schokonilla auf Tour.
Machen ziemlich derben HipHop. Is ganz geil…”
– Ne, kenn ich nicht.
“Echt nicht? hm…weißt du: Ich hab mal ne Weile gerappt – aber dann kam halt die Ausbildung und so.
Hatte echt keine Zeit mehr.”
3) Die Ruhmsüchtige
“Musikproduzent? Eeecht?” (dickes Grinsen)
- Ähm… ja.
“So mit singen und so??”
- Ja, schon…
Oh coooool!!! Sing mal was! (immer noch dickes Grinsen)
- Neee, nicht hier und erst recht nicht jetzt.
“Ach komm, schämst du dich?”
- Quatsch…
“Mit wem hast du schon gearbeitet?”
- Ach…. Ist vieles in der Schwebe und einige Sachen kennst du sicher nicht, aber es läuft immer besser!
“… aber nicht dass du mich auf einmal nicht mehr kennst, wenn Du berühmt geworden bist!? hahaha…
Ich kann ja dann mal sagen, dass ich jemand Berühmtes kenne…”
4) Der Kontakter
“Awa! ….Kann man bei euch auch aufnehmen?
Ich mein: Habt ihr auch ein Tonstudio in dem man aufnehmen kann? “
– Ja, sicher. Klar!
“…weil ein Freund von mir kann richtig geil singen und der will schon die ganze Zeit ein paar Songs aufnehmen…Hat er auch schon mal – aber da war er nicht so zufrieden”
– Wir können auf jeden Fall Vocals aufnehmen, aber er braucht schon fertige Songs bzw. Instrumentals….
“Jaja, die hat er. Wie gesagt, er hat ja schon mal aufgenommen.
- Okay, aber vergiss nicht das Aufnahmen auch nicht billig sind…
“…Ne ne, ich weiß scho’ dass des was kostet – Ich glaub beim letzten Mal hat er 800 Euro bezahlt für 2 Songs.
- …..
“…aber ich sag Dir dann Bescheid – Ich frag ihn mal… – aber wirklich: Der kann richtig richtig geil singen. Ich bekomm dann immer voll die Gänsehaut…weißt du?”
(Ich nicke…)
Solche Gespräche will ich gar nicht werten – Sie sind einfach Fakt.
Und für mich ein wichtiger Motivator:
Wenn ich irgendwann das Privileg haben sollte durch Musik wohlhabend und gefragt zu sein, werde ich mich an diese Gespräche erinnern und entzückt darüber sein mich nie wieder erklären zu müssen.
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URLAUB! Eigentlich ein Anlass zur Freude….
Doch kaum ist man entspannt fängt das Kratzen im Hals an, die Glieder schmerzen, die Nase läuft…
Es regnet auch noch. Es ist kalt. Toll.
Doch sei es drum!
Ach…Apropos “drum”:
Letzte Woche kam Creezy auf die Idee mal wieder eigene Drumsounds zu entwickeln! Genial.
Es fing an mit dem Deckel des Nuttellaglasses und endete mit dem Plastikfußball vom KIK.
Das klang dann am Ende so:
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Beim Thema Musik bin ich in den letzten Jahren tatsächlich etwas launisch geworden. Im Jahr 20 meines musikalischen Werdegangs, muss ich mir schon eingestehen, dass die Musik und ich ein paar Beziehungsprobleme haben.
Wer kennt dass nicht aus langjährigen Partnerschaften?
Immer die gleichen Gesten, immer die gleichen Reden!
Durchschaubar, nicht mehr wirklich pricklend, der Alltag kehrt ein…
Streiterein häufen sich, neue Sackgassen erschließen sich und man fragt sich wo eigentlich die Liebe hin ist und ob sie überhaupt mal da war…
Bitter.
Man sollte meinen, dass Musik ein toller Partner ist:
Mault nicht, will nichts, gibt nur und ist immer da wenn du sie brauchst….
Denkste!
Das mag für den Konsumenten und Musikliebhaber gelten, aber nicht unbedingt für Menschen, die versuchen Musik zu ergründen, sie neu zu erschaffen, herausfordernd mit ihr umgehen und sie als Vehikel für ihre eigenen Träume nutzen….
Denn dann wird Musik störrisch. Immer dann wenn man zu sehr will und vergisst dass Sie ein Freigeist ist und bleiben will…
Vielleicht muss ich mir eingestehen, dass die Musik immer nur so gut ist, wie Du selbst sein kannst. Ein Werkzeug um ein Gefühl umzusetzten, ein Gefühl zu verarbeiten…
Ehrlich gesagt weiß ich im Moment nicht wie groß meine Liebe noch ist…
Ich muss sie wieder schätzen lernen. Mich erinnern was mich immer fasziniert hat, warum ich früher für eine Melodie Tränen vergießen konnte.
Ich konnte zur Musik tanzen, weil ich die Idee einen Songs verstanden habe…Und heute durchschaue ich nur noch die unternehmerische Absicht und wage es fast nicht mich mitreißen zu lassen, weil ich es irgendwie peinlich finde und nicht darauf rein fallen will….
Wie dumm von mir!?!
Ich sollte mir wirklich wieder die Lust an Songs gefallen lassen und nicht alles hinterfragen. Wenn ein Song Spaß macht, macht er eben Spaß… Basta.
Mir egal ob er billig gemacht ist oder eine dümmliche Aussage hat. Vielleicht hat er dafür einen interessanten Groove oder ne geile Hookmelodie….Vielleicht ist auch die Musik scheisse, aber der Song erreicht mich, weil er eine tolle Aussage oder Geschichte erzählt?
Was auch immer!! Ich sollte Musik einfach wieder feiern!
Ohne Frust und vor allem ohne Neid.
Neid ist wirklich ein böses Gift.
Ich kann nur eine Lehre aus meinem Frust ziehen:
“Wenn man etwas zu genau betrachtet, verliert es an Bedeutung”
…
Liebe Musik,
Ich gehe zwei Schritte zurück um wieder vor Dir zu stehen.
T.